André, Etkar

* 17.01.1894 Aachen; gestorben1) 04.11.1936 Hamburg
Briefmarke
Briefmarke von 1974

Etkar Josef André war KPD-Politiker in Hamburg.

Er wuchs in Belgien auf und erlernte den Beruf des Buch­händlers. Im Jahr 1911 wurde er Mitglied der Sozialistischen Partei Belgiens. Als Frei­williger nahm er am ersten Welt­krieg teil und wurde 1918 französischer Kriegs­gefangener.

Im Jahr 1922 zog E. André, inzwischen Mit­glied der SPD, nach Hamburg, wo er Bau- und Hafen­arbeiter war. Ende 1922 trat er aus der SPD aus und wurde am 01.01.1923 Mitglied der KPD. Von 1926 bis 1930 war er Mitglied der Leitung des KPD-Bezirks Wasser­kante. Danach arbeitete er 1931/1932 über­wiegend in Frank­reich und Belgien als Propagandist bei der Inter­nationale der See­leute und Hafen­arbeiter. Von 1928 bis 1933 war E. André Abgeordneter der Hamburger Bürger­schaft.

Am 05.03.1933 wurde E. André verhaftet. Am 04.05.1936 begann in Hamburg der Prozess gegen ihn, der am 10.07.1936 trotz fehlender Beweise mit dem Todes­urteil endete.

Am 04.11.1936 wurde E. André im Alter von 42 Jahren in Hamburg enthauptet.

Im Jahr 1950 erhielt eine Straße im Leipziger Stadt­teil Gohlis den Namen Etkar-André-Straße (bis 1993 mit der falschen Schreib­weise »Edgar-André-Straße«). Bis 1992 trug auch die 69. Poly­technische Ober­schule im Leipziger Stadt­teil Möckern seinen Namen.

Quellen

Fußnote:
 1) hingerichtet
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