Kurt-Reinicke-Platz

Der Kurt-Reinicke-Platz (amtlicher Straßenschlüssel 05418) ist eine dreieckige Grün­anlage im Leipziger Stadtteil Knaut­hain (Ortsteil Knaut­klee­berg-Knaut­hain, Gemarkung Knaut­hain, Flur­stück 83).

Der Platz liegt im nordöstlichen Winkel der Einmündung der Ritter-Pflugk-Straße (ursprünglich »Parkstraße«) in die Seumestraße, gegenüber der Einmündung der Rehbacher Straße, wobei der Südrand des Platzes mit zur Rehbacher Straße gehörte, während der Nordost­rand den Anfang der Parkstraße bildete.

Usprünglich befand sich hier ein Teich, der im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts verfüllt und zu einer Grün­anlage umgestaltet wurde. In den 1930er Jahren erhielt die Anlage in der Gemeinde Knaut­hain den Namen Adolf-Hitler-Platz.

Auch nach der Eingemeindung von Knaut­hain in die Stadt Leipzig zum 1. April 1936 blieb der Straßen­name bestehen, da er in Leipzig noch nicht vergeben war. – Spätestens bei der Massen­umbenennung vom 19. Mai 1945 durch die US-amerikanische Besatzung dürfte er seinen Namen verloren haben, da damals (fast) alle Benennungen der Jahre 1933–1945 rückgängig gemacht wurden.

Am 13. Oktober 1948 wurde beschlossen, der Grün­fläche den Namen Kurt-Reinicke-Platz zu geben. Damit wurde das ehemalige Gemeinderatsmitglied von Knaut­klee­berg (!) und NS-Opfer Kurt Reinicke (1891–1938) geehrt.

Die gegenwärtige Stadtverwaltung ignorierte allerdings diese Benennung, so dass der Straßenname bisher in keinem amtlichen Verzeichnis erschien. Erst am 23. August 2017 wurde die Ratsversammlung über die »Aufnahme der Bezeichnung« informiert. – Das Verzeichnis Leipziger Straßennamen des Amts für Statistik und Wahlen (Redaktions­schluss Dezember 2018) kennt den Namen aber immer noch nicht.

Nachweise

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